
Hier sehen wir eine brave englische Kellnerin im Space Disco Fieber. Ihre kosmischen Kurven verhelfen Deirdre Elaine Cozier 19xx zu dem Hit „Automatic Lover“ und diesem schönen Album. Im Video zu „Automatic Lover“ tanzt sie um einen Roboter herum, hier auf dem Cover schießen die Strahlen ihrer musikalischen Macht aus ihren Händen wie ein Medium das zu tief in die Steckdose gegriffen hat. Der Rest des Albums ist Sex in Space – besonders schön „Venus the Goddess of Love“!
DISCO FUN FACT : Wer war Dee D. Jackson?
Deirdre Elaine Cozier aus Oxford und in Oxford lebend hatte tatsächlich wegen Amanda Lear und Donna Summer die Idee, in München Platten aufzunehmen und Disco-Star zu werden. Am Münchner Hauptbahnhof angekommen, fragte sie einfach eine Verkäuferin in einem Plattenladen nach Abi Ofarim, von dem sie als Produzent gehört hatte. Die Verkäuferin schickte sie in ein Studio, wo sie nicht zwar nicht Abi, dafür aber einige Silver Convention-Musiker traf, u.a. Gary Unwin, bei dem sie ab da wohnte. Sie sang in Münchner Folkclubs Balladen zur Gitarre für 20 Mark per Gig, bis Unwin dann mit ihr, Mats Bjoerklund (Gitarre) und Keith Forsey (Drums) für Ralph Siegels Jupiter Records Automatic Lover aufnahm und so das deutsche Pendant zum internationalen Space-Discotrend schuf – quasi Meco für München. In Ilja Richters „Disco“ tanzte Dee D. dann um einen silbernen Roboter herum und fünf Wochen später war sie mit dem Song in den englischen Top Ten und so wieder zu Hause angekommen. Beharrlichkeit zahlt sich eben aus.
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