12. März 2009
Gleich mehrere Leser haben mir sehr ausführliche Informationen zu Gino Soccio zugeschickt (siehe Blogeintrag vom 19. Februar). Recht herzlichen Dank.

GINO SOCCIOS DANCER ist auch eines meiner absoluten Lieblingslieder – hat es aber nicht ins Buch geschafft, weil es doch relativ abstrakt ist, Computer-lastig und für mich schon am Ende der Ära….
Trotzdem sollte man gerade dieses Stück des gebürtigen Kanadiers jetzt mal wieder hören. Es fällt in die Zeit der großen, fast mathematischen Songs mit großer Klarheit über sehr sexuellen Rhythmik.
Ich habe in einem Interview mit G.S. ein schönes Zitat von ihm gefunden, warum der multitalentierte Musiker (Bach Kantaten ab 5 Jahren…) sich ausgerechnet der bösen Disco Musik zugewendet hat: „The reason I went over to disco was that it seemed to be the only type of music where I could really be free. There are no limits to what you can do with disco. With other kinds of music, I felt it had already been exploited, that I couldn’t contribute as much to something like rock.“ (Dt.: “Der Grund, weshalb ich mich Disco zugewendet habe war, dass mir diese als die einzige Musikrichtung erschien, in der ich wirklich frei arbeiten konnte. Bei anderen Musikstilen hatte ich das Gefühl, deren Potential war vollständig ausgelotet. Der Rockmusik z.B. hätte ich nur wenig neues beisteuern können.”)
Ein wahres Wort!
th
Und hier einige Fakten über G.S.
Zusammengetragen auch unter Mithilfe unserer Leser
Gino Soccio
1955 in Montreal, Québec, geboren. Musiker, Produzent und Autor, Francokanadier mit italienischer Abstammung. Lebt bis heute in Kanada.
Arbeitete zunächst in der Gruppe/unter dem Namen “Kebekelektrik”
(“Magic Fly”, 1977 und “War Dance”, 1978).
Er war Produzent der Gruppe “Witch Queen”, die ca. 1979 einen Hit mit dem Titel “Bang A Gong” hatten (Im Original von T-Rex).
1979 veröffentlichte Gino Soccio einen (wie es einer unserer Leser nennt) Trash-Roman mit dem Titel “The Visitors”.
Seine Alben:

“Kebekelektrik”, 1977
A : Magic Fly, Mirage, War Dance
B : Bolero

“Outline”, 1979
A : Dancer, So Lonely, The Visitors
B : Dance To Dance, There´s A Woman

“S-Beat”, 1980
A : S-Beat, Heartbreaker, Rhythm Of The World, Steady Operator
B : The Runaway, Running In Circles, Love Is, I Wanna Take You There

“Closer”, 1981
A : Try It Out, Street Talk, (It´s been)Too long
B : Hold Tight, Love Is, Closer

“Face to Face”, 1982
A : It´s alright, Dream on, You Move Me
B : Whodunnit?, Remember, Look At Yourself

“Remember”, 1984
A : Out Of My Life, The Scene, Street Talk, The Visitors
B : Turn It Around, Try It Out (Instrumental), Remember, Dancer, Love Is
Alle Alben wurden im Studio Saint Charles in Montréal aufgenommen, gemastert wurden sie im Sterling Sound Studio in New York.
Weblinks:
Gino Soccio bei Wikipedia (Wikipedia engl.)
Gino Soccio Tribute Seite bei MySpace (MySpace engl.)
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