Liebe Disco Freunde, ab Herbst gibt es nun auch die PARTY ZUM BUCH!
In einzelnen Städten werden „Für immer d.i.s.c.o.“ Partys veranstaltet, bei denen ich aus dem Buch lese und dann wird getanzt und der Disco Spirit weiter getragen!
Verschiedene DJs werden den Spirit auf die Tanzfläche pumpen und jede Location sich so dekorieren, wie sie sich eine Disco Nacht vorstellen. Eventuelle Gastauftritte von Disco Acts sind geplant.
Anm. d. Redaktion:
Hier ein Hinweis auf unser Gewinnspiel, denn es gibt eine Reise nach New York zu gewinnen. Und unter den monatlichen Verlosungen gibt natürlich es auch Karten für die Parties.
Am 30. Juli gastierte Donna Summer zu einem einmaligen Konzert in Berlin, das viel Beachtung fand und viele begeisterte Fans angezogen hat.
Grund genug, an dieser Stelle einen chronologischen Streifzug durch ihre Karriere zu machen. Die Begrenzung auf 10 Videos fällt bei dieser Sängerin schwer, wir haben versucht, besonders bemerkenswerte oder auch etwas seltenere Videos zusammen zu stellen.
1970 : Die unbekannte Tänzerin in “11 Uhr 20″
Bekanntlich war Donna Summer seit ca. 1968 in Deutschland und spielte unter anderem in der deutschen Version von “Hair”, also “Haare”, an der Seite u.a. von Su Kramer, Jürgen Marcus und Ron Williams.
Weniger bekannt ist ihre Nebenrolle als Tänzerin in dem ZDF-Fernsehdreiteiler “11 Uhr 20″ mit Joachim Fuchsberger, Götz George und Nadja Tiller, gedreht im Jahr 1969. Donna Summer wurde damals im Abspann als die “Sängerin in Bar” erwähnt, weil noch noch völlig unbekannt.
Der Titel “Black Power” ist eine Komposition von Peter Thomas und eine der ersten Aufnahmen von Donna Summer.
Donna Summers erste Plattenveröffentlichung “Sally Go Round The Roses” (1971) war kein Erfolg. Sie arbeitete weiter als Studiosängerin und wurde etwas später von Giorgio Moroder und Pete Bellotte entdeckt. Das erste Album war dann “Lady Of The Night” (1974), die erste Single “The Hostage”.
Hier in einer Version in einer holländischen Fernsehshow (aus heutiger Sicht etwas schräg):
Um die Entstehung von “Love To Love You Baby” ranken sich viele Geschichten, nicht zuletzt die aus dem Interview mit Su Kramer, dass sie ursprünglich die Idee für “ein Lied mit Sex” hatte und auch die Demo-Version eingesungen habe. Dass es Donna Summer einiges an Überwindung gekostet hat, den Titel zu singen ist bekannt. Gelohnt hat es sich dann doch, sie kam damit in den Billboard-Charts auf Platz 2 und sie wurde beim Label Casasblanca unter Vertrag genommen.
Hier “Love To Love You Baby” im zeitgemässen deutschen “disco”-Studio
Zwischenzeitlich hat Donna Summer mal wieder einen Beitrag zu einem Film geleistet, diesmal unter Nennung ihres Namens, “Theme From The Deep” (1977), Komponist: John Barry. Auf ihrem nächsten Konzept-Album “I Remember Yesterday” veröffentlichte sie einen Titel, den die englische Wikipedia als “landmark recording” bezeichnet, ein Wahrzeichen. “I Feel Love” ist der Electro-Prototyp schlechthin, dessen musikalische Reichweite bis in die heutige Tanzmusik nachzuvollziehen ist.
Produzenten sind immer noch Giorgio Moroder und Pete Bellotte:
Der nächste Ausflug zum Film. In dem leicht obskuren “Thank God It’s Friday” kämpft Donna Summer darum, auf die Bühne zu dürfen und überzeugt mit “Last Dance” und Bravour das (Film-) Publikum.
Hier die Sequenz, in der Donna Summer vergeblich versucht, den DJ zu überreden, in der Disco live zu singen. Als ihr das nicht gelingt geht sie selbstbewusst auf die Bühne und singt gegen die Musik an.
Wahrscheinlich der kommerzielle Zenith von Donna Summers Karriere. Zusammen mit Barbra Streisand singt sie den Klassiker “Enough Is Enough”, immer noch eine Giorgio Moroder Produktion.
Aber in den USA rumort es und Disco ist plötzlich out (dazu ein ausführlicher Wikipedia-Artikel bislang nur auf Englisch). Das Album “Bad Girls” spiegelt das vielleicht schon wieder. Der Sound ist rau und energetisch, gilt damals als innovativ. Die Ballade “Dim All The Lights” erreichte in den USA Platz 2, in Europa blieb der Titel fast unbeachtet. Einzige Platzierung in den Niederlanden: Platz 28.
“Hot Stuff” und “Bad Girls” waren Nummer 1 Hits mit Platin-Status.
Hier eine reichlich schräge Version mitTwiggy, Debralee Scott & Pat Ast als “Bad Girls”
Anfang der 80er Jahre wechselt Donna Summer von ihrem langjährigen Label Casablanca zu Geffen Records. Der Sound ändert sich, Gitarren ersetzten die Streicher, und der letzte Song auf dem Album “The Wanderer” (1980) trägt den Titel “I Believe In Jesus”.
An die Stelle des Produzenten Giorgio Moroder tritt Quincy Jones. 1982 arbeitet dieser an Michael Jacksons Album “Thriller”. Etwa zur gleichen Zeit wird auch das Album “Donna Summer” veröffentlicht, mit den Hits “Love Is In Control (Finger On The Trigger)” und “State Of Independence”. Einer von vielen im Chor von ‘State’ ist Michael Jackson.
Mit “She Works Hard For The Money” (1983) gelingt Donna Summer der Sprung in die neue Welt von MTV. Danach wird es still um sie, nicht zuletzt wegen ihrer angeblichen Aussage zu AIDS “es ist eine Strafe Gottes für Homosexualität”. Persönlich hat Donna Summer diese Aussage stets energisch bestritten.
1989 erscheint mit den zu der Zeit äusserst erfolgreichen Produzenten Stock, Aitken & Waterman das Album “Another Place and Time”. “This Time I Know It’s For Real” wurde in den USA und Grossbritannien zum Top 10 Hit.
3. August 2009
Was für ein Abend! Nicht nur wurde vom Veranstalter des One Off Konzert von Madame Summer alles aufgeboten what becomes a legend most (Vorempfang, Limo Shuttle, After Show Party), auch Madame selber zeigte sich – wenn auch in einer old school show – bei bester Laune und bester Stimme!
Das war kurz vorher beim Meet & Greet noch nicht so… als VIP Gast und nun erklärter Disco Fan wurde ich in eine Reihe gebeten mit Preisausschreiben-Gewinnern (wahrscheinliche Frage: Welche Jahreszeit verbirgt sich im Namen der Künstlerin: A Herbst oder B….) und hatte genau 30 Sekunden Zeit für ein gemeinsames Foto und eine einzige Frage… Meine Frage: Any chance for the musical? (ihr seit Jahren angekündigtes Bio Musical) Ihre Antwort: “Keep hoping!” – klang nicht so wirklich vielversprechend. Vielleicht war sie auch nicht in Plauderlaune, weil auch draußen schon die Halle tobte, aber wenigstens Alfred Biolek, der sie nun ja wirklich aus der gemeinsamen München Zeit kennt, bekam 1.30min…
Aber ab da wo es los ging, war kein Halten mehr! Stimmlich in Topform bot Donna an dem Abend alles was ich mir gewünscht hatte – besonders die „Opern“ „Mac Arthur Park“, „Could It Be Magic“, „Once Upon A Time“ und „I Love You“ gleich mal in den ersten zwanzig Minuten hintereinander weg! Charmanter Zwischenauftritt: Alte „Hair“ (dt. Haare!) Gefährten und Gefährtinnen singen mit Donna „Der Wassermann“!
Nach einem kurzen Pause wegen einer Computerpanne, die mich und meine Freunde von der Tribüne nach unten ganz nah an die Bühne trieb, ging es dann weiter mit Hit an Hit. Und ja: Sie gab uns „Love To Love You Baby“, allerdings eine sehr augenzwinkernde Version mit mehr Stöhnen im Publikum als auf der Bühne.
Apropos Publikum: Erwartungsgemäß waren die heterosexuellen Männer im Saal überschaubar und die erste Reihen voll mit Jungs, die jedes Wort mitsingen konnten… So auch ich: Ich hüpfte und sang und war völlig außer mir während Madame mühelos von „Enough is Enough“ zu „Bad Girls“ zu „Hot Stuff“ in die Schlusskurve einbog. Und ja – es gab auch Titel von „Crayons“. Und natürlich war „Last Dance“ das letzte Lied und mein persönlicher Höhepunkt.
Hunderte solcher Bilder wurden mit Handykameras geknipst [ Foto : DiscoLucy ]
Die Show bot wie gesagt Old School Charme zwischen Galaset und Kreuzfahrtschiff – die armen Tänzer waren scheußlich angezogen, die Videoprojektion bestand aus Bildschirmschonern und ja – bei „Enough Is Enough“ kam sie mit einem Schirm raus (!) weil es im Lied ja regnet…. Aber das bremste in keiner Weise den Abend oder die Ausstrahlung der Künstlerin.
Donna Summer Tribute für Michael Jackson in Berlin : Smile [ Foto : Niklas ]
Nach einer Woche, in der sich vorher in Berlin eine undisziplinierte Britney schlechtgelaunt durch ihr Vollplayback geschoben hatte, kann man nur sagen: Die alten Damen können es besser (auch dieses Jahr in Topform: Grace Jones und Tina Turner) – it’s Britney bitch but we like endless Summer!
th
Anm. d. Redaktion:
Inzwischen findet man zu fast allen Titeln Videos bei YouTube, wie z.B. “On The Radio”.
Forumsmitglied HelmutBerlin hat bei der Aftershow Party im HarDies zusammen mit ein paar Freunden gleich mal die komplette Playlist des Konzerts erinnert. Einschliesslich aller YouTube-Links.
Auch Forumsmitglied hirser hat einige Bilder beigesteuert.
Der chronisch unterschätzte Schweizer Disco Star Patrick Juvet zeigt auf seinem Cover eigentlich alles was einen coolen Disco Lifestyle ausmacht und wie man sich das ganz große Leben wohl so vorstellt – heute würde man diesen Stil als „russisch“ bezeichnen. Während er ganz sexy in schwarzem Leder post, wurde der Rest auf dem Photo ein bisschen zu auffällig drapiert: Weiterlesen "PATRICK JUVET – LADY NIGHT"